Kaufnebenkostenrechner: Was kommt zum Kaufpreis dazu?
Grunderwerbsteuer nach Bundesland, Notar, Grundbuch und Makler: Der Rechner zeigt, wie viel Geld du zusätzlich zum Kaufpreis brauchst. Mit den Steuersätzen aller 16 Länder, Stand Oktober 2026.
Ergebnis
Nebenkosten gesamt
Banken finanzieren die Nebenkosten ungern mit. Plane sie aus Eigenkapital ein: hier mindestens .
Alle Berechnungen laufen nur in deinem Browser, es werden keine Eingaben gespeichert oder übertragen. Die Ergebnisse sind Orientierungswerte und ersetzen keine Beratung durch Bank, Notar oder Steuerberater.
So rechnet der Kaufnebenkostenrechner
Kaufnebenkosten sind alle Kosten, die beim Erwerb einer Immobilie zusätzlich zum Kaufpreis anfallen. Sie bestehen aus vier Posten: Grunderwerbsteuer, Notar, Grundbuchamt und, falls ein Makler beteiligt ist, Maklerprovision. Der Rechner multipliziert den Kaufpreis mit dem jeweiligen Satz. Bei der Grunderwerbsteuer nimmt er den Satz des gewählten Bundeslands.
| Bundesland | Grunderwerbsteuer |
|---|---|
| Bayern | 3,5 % |
| Baden-Württemberg, Niedersachsen, Rheinland-Pfalz, Sachsen-Anhalt, Thüringen | 5,0 % |
| Bremen, Hamburg, Sachsen | 5,5 % |
| Berlin, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern | 6,0 % |
| Brandenburg, Nordrhein-Westfalen, Saarland, Schleswig-Holstein | 6,5 % |
Die Sätze entsprechen dem Stand Oktober 2026. Zuletzt hat Bremen den Satz zum 1. Juli 2025 auf 5,5 Prozent angehoben. Wie die einzelnen Posten zustande kommen, erklärt der Artikel Kaufnebenkosten 2026.
Beispiel
Eine Doppelhaushälfte für 400 000 Euro in Nordrhein-Westfalen, mit Makler: 26 000 Euro Grunderwerbsteuer (6,5 %), 6 000 Euro Notar (1,5 %), 2 000 Euro Grundbuch (0,5 %) und 14 280 Euro Makler (3,57 %). Zusammen sind das 48 280 Euro oder gut 12 Prozent. Dieselbe Immobilie in Bayern käme auf 36 280 Euro.
Grundstück kaufen und neu bauen
Wer ein Grundstück kauft und das Haus mit einem separaten Bauvertrag errichten lässt, zahlt Grunderwerbsteuer in der Regel nur auf den Grundstückspreis. Dafür gibt es im Rechner den Schalter „Ich kaufe nur das Grundstück“. Vorsicht: Hängen Grundstückskauf und Hausvertrag zusammen, etwa weil der Verkäufer das Grundstück nur mit einem bestimmten Bauunternehmen abgibt, kann das Finanzamt einen „einheitlichen Erwerbsgegenstand“ annehmen. Dann wird die Steuer auch auf die Baukosten fällig. Beim Kauf vom Bauträger ist das immer der Fall.
Was nicht in den Kaufnebenkosten steckt
- Kosten für Gutachter, Bausachverständige oder eine Wertermittlung
- Umzug, Küche, Möbel und erste Renovierungen
- beim Neubau die Baunebenkosten, etwa Hausanschlüsse, Vermessung und Bodengutachten (siehe Baunebenkosten-Checkliste)
- Bereitstellungszinsen und Kosten der Finanzierung
Häufige Fragen
Wann muss die Grunderwerbsteuer bezahlt werden?
Das Finanzamt schickt nach dem Notartermin einen Steuerbescheid. Die Steuer ist einen Monat nach Bekanntgabe fällig. Erst nach Zahlung stellt das Finanzamt die Unbedenklichkeitsbescheinigung aus, ohne die du nicht als Eigentümer ins Grundbuch eingetragen wirst.
Kann man Kaufnebenkosten finanzieren?
Manche Banken finanzieren Nebenkosten mit, verlangen dafür aber höhere Zinsen, weil das Darlehen dann über dem Wert der Immobilie liegt. Üblich und günstiger ist es, mindestens die Nebenkosten aus Eigenkapital zu bezahlen.
Wie hoch ist die Maklerprovision?
Bei Einfamilienhäusern und Wohnungen gilt seit Dezember 2020 die Teilungsregel: Hat der Verkäufer den Makler beauftragt, darf der Käufer höchstens die Hälfte zahlen. Üblich sind insgesamt 5,95 bis 7,14 Prozent inklusive Mehrwertsteuer, für den Käufer also meist 2,98 bis 3,57 Prozent.
Zählt Inventar wie eine Einbauküche zur Grunderwerbsteuer?
Bewegliche Gegenstände wie eine gebrauchte Einbauküche können im Kaufvertrag gesondert mit einem realistischen Wert ausgewiesen werden. Auf diesen Anteil fällt keine Grunderwerbsteuer an. Der Wert muss aber plausibel sein, das Finanzamt kann ihn prüfen.