Photovoltaik auf dem Dach planen
Bevor Angebote eingeholt werden, lohnt sich eine eigene Belegungsplanung: Wie viele Module passen auf die Dachfläche, und wie viel Unterkonstruktion wird gebraucht? Der Solarplaner rechnet beides durch.
Was der Solarplaner berechnet
Du legst die Dachfläche mit Breite, Höhe und Sparrenabstand an und gibst die Maße und das Gewicht deines Moduls ein. Der Planer belegt die Fläche auf Wunsch automatisch mit so vielen Modulen wie möglich. Einzelne Module kannst du danach verschieben oder entfernen, etwa um Dachfenster, Schornstein oder Gauben freizuhalten.
Aus der Belegung entstehen Stückzahlen: Anzahl der Module, Gesamtgewicht, benötigte Schienenlänge und die Zahl der Dachhaken.
So gehst du vor
- Dachfläche anlegen. Miss die nutzbare Fläche einer Dachseite und trag Breite, Höhe und Sparrenabstand ein. Den Sparrenabstand findest du im Bauplan oder misst ihn im Dachstuhl.
- Modul eintragen. Breite, Höhe und Gewicht stehen im Datenblatt des Moduls.
- Belegen. Lass die Fläche automatisch füllen oder setz die Module einzeln.
- Schienen und Halter. Zeichne die Montageschienen ein und setz die Dachhaken. Der Sparrenabstand wird eingeblendet, weil Dachhaken nur auf den Sparren verschraubt werden können.
- Speichern und exportieren. Sichere das Projekt und exportiere Plan und Stückliste als PDF.
Wie die Zahl der Dachhaken zustande kommt
Der Planer rechnet auf zwei Wegen. Nach Schienenlänge: Du gibst vor, wie viele Meter Schiene ein Haken höchstens tragen soll. Nach Gewicht: Du gibst vor, wie viel Kilogramm ein Haken höchstens aufnehmen darf. Empfohlen wird der größere der beiden Werte.
Die zulässigen Werte hängen vom Montagesystem, von der Dachneigung und von der Schnee- und Windlast an deinem Standort ab. Maßgeblich sind die Angaben des Herstellers der Unterkonstruktion.
Worauf du bei der Belegung achten solltest
Lass Abstand zu Dachrand, First und Traufe. Dort sind die Windlasten am höchsten, und Hersteller schreiben Randabstände vor.
Verschattung durch Schornstein, Gauben oder Nachbargebäude kostet Ertrag. Ein Modul weniger an einer verschatteten Stelle ist oft die bessere Wahl.
Denk an Wartungswege und an die Leitungsführung zum Wechselrichter.
Was der Planer nicht ersetzt
Der Solarplaner liefert eine Belegung und eine Stückliste für die Vorplanung. Er prüft nicht, ob der Dachstuhl die zusätzliche Last trägt, und berechnet keinen Stromertrag. Den Standsicherheitsnachweis und den elektrischen Anschluss übernimmt ein Fachbetrieb.